Du fragst Dich, was Du studieren musst, damit Du etwas erlebst – nicht so den 08/15 Studiengang?? Du hast Bedenken davor, etwas „Normales“ zu machen, immerhin machen Viele um Dich herum so etwas „Cooles“? Gleichzeitig soll es aber auch noch Spaß machen, oder? Prima, dann solltest Du unbedingt weiterlesen! Denn ich möchte Dir 1. zeigen, dass tolle Optionen für Dich manchmal näher liegen, als Du denkst und es nicht nur die Studiengänge mit exotischem Namen sind, die Dir einen abwechslungsreichen Alltag bieten. Und 2. möchte ich Dir zeigen, was wir von Menschen lernen können, die richtig glücklich sind mit dem, was sie tun! Oft ist es nämlich eine Kombination aus 1. der richtigen Wahl für den Job und 2. der Einstellung, die jemand zum Leben mitbringt. Eine gewisse Entspanntheit und Lockerheit, dass sich nicht alles im Leben jetzt schon voraus planen lässt –  und das ist total okay.

 

In diesem Interview stelle ich Dir jemanden vor, die genau das macht, was ihr Spaß macht und
gleichzeitig eine unheimlich positive Einstellung zu ihrer Zukunft und zum Leben mitbringt.

Als ich zuerst von Tirza´s Berufsweg höre, denke ich sofort: „Das ist außergewöhnlich und anders.“ Darum muss ich auf jeden Fall mit ihr sprechen! Zum Glück hat sie gerade Zeit, denn das ist nicht selbstverständlich. Tirza ist zwar von Beruf „Friseurin“, allerdings nicht so, wie man es sich jetzt vorstellt, sondern sie arbeitet auf „hoher See“. Warum ich ihren Weg außergewöhnlich finde? Weil sie trotz Q-Vermerk nach dem Realschulabschluss beschließt eine Ausbildung zu machen und nicht weiter aufs Gymnasium zu gehen, um zu studieren. Ihr Berufswunsch „Maskenbildnerin“ setzt eine Ausbildung zur Friseurin voraus, somit macht sie diese zuerst, hängt ihre Meister-Ausbildung dran und schließt dann noch den nächsten Abschluss als „Betriebswirtin des Handwerkes“ ab – und ist damit mal gerade in wenigen Jahren SUPER qualifiziert.

Heute arbeitet sie auf einem Kreuzfahrtschiff

…und keiner kann mir erzählen, dass „Friseurin“ somit ein

1. langweiliger
2. nicht internationaler und
3. nicht interessanter Beruf ist,

denn all dem kann Tirza absolut widersprechen.

Auf dem Schiff ist die Arbeit international mit über 54 verschiedenen Nationalitäten. Die Zusammenarbeit ist harmonisch, friedlich, offen und freundlich – wie eine große Familie. „Wenn man Weltfrieden erleben will – sollte man auf einem Kreuzschiff arbeiten“, sagt Tirza dazu. Sie kann von ihrem Verdienst gut leben und sieht die Welt. In ihrer 7-Tage Arbeitswoche mit 8-12 Stunden, hat sie an den Landtagen, wo das Schiff anlegt, immer wieder ca. 3 Stunden Pause, die sie für sich selbst nutzten kann, um Land und Leute kennenzulernen. Auf dem Schiff gibt es alle möglichen Berufe: Gastronomie, Tourguides, Animation, Therapeuten, Köche, Massage, Trainer, Kosmetik, Verwaltung, Tänzer, Sänger, Schauspieler, Techniker, und viele mehr. In Dubai, dem Mittelmeer, Ostsee, Norwegen, Kanaren, Mittelamerika und Karibik ist sie schon gewesen.

Als Friseurin keine Weiterentwicklungsmöglichkeiten? Doch klar! Sie könnte außer der Arbeit am Kunden an der Berufsschule unterrichten, könnte mit ihren Qualifikationen jederzeit studieren, z.B. Kosmetologie, und sowohl angestellt als auch selbstständig arbeiten.

Ihr Motto ist ganz klar: „Du musst mögen, was du tust!“ Und bei Tirza ist das so! Auch, wenn zahlreiche Gäste auf dem Schiff sie bereits gefragt haben, „ob sie das denn gut findet, was sie macht?“ – lässt sie das nicht zweifeln, sondern im Gegenteil, noch einmal betonen, dass sie ihren Job absolut gern macht und sich auch über ihre Zukunft keine Sorgen macht. Das finde ich fantastisch!!

Denn: Im Job verbringst Du so viel Zeit, meistens mehr noch, als zuhause mit Deiner Familie, Deinen Freunden oder Deinem Partner! Und so ein cooles Hobby kannst Du gar nicht haben – für das Du dann auch noch so viel Zeit hat- dass es den Job ausgleichen kann. Aus diesem Grund solltest Du Dich schon für etwas entscheiden, dass Du auch 8 Stunden am Tag machen möchtest. Natürlich wird es auch mal Tage geben, die nicht perfekt laufen. Aber im Großen und Ganzen musst Du einfach zufrieden sein.

Wie Du das findest? Tirza’s Tipp ist da auf jeden Fall:

  1. Die richtige Recherche, was Dir liegt, was zu Dir passt und was Du wirklich machen möchtest. So hat sie zunächst auch die Ausbildung zur Maskenbilderin gefunden, die sie interessiert hat und zur Frisörin brachte.
  2. Praktika, Jobben, Reisen gehen, um verschiedene Dinge kennenzulernen und auszuprobieren.
  3. In ihrer Ausbildung hat sie auch gelernt, nicht zu schnell aufzugeben, sondern etwas durchzuziehen, auch dann, wenn es nicht immer leicht war. Bei ihr war das die harte Schule ihrer Ausbilderin.

Ihr nächstes Ziel? Work-and-Travel in Australien nachdem ihr Vertrag endet und bevor sie dafür die Altersgrenze erreicht hat. Wie Du siehst, läuft Dir auch diese Möglichkeit nicht weg. Tirza wird dann 28 Jahre sein, wenn sie dieses Abenteuer startet.

Ihr wichtigster Tipp: Entspannt bleiben und versuchen seinen Kopf frei zu bekommen, von Problemen, die man sich selber kreiert. Wie z.B. die Sorge etwas Falsches zu machen, oder später keinen Job zu bekommen. Ihre Erfahrung dazu ist: Wer nicht auf den Kopf gefallen ist, der wird immer weiter kommen im Leben! Es gibt so viele Möglichkeiten um Dich herum und Menschen, die Dir helfen werden. Am Ende müssen wir alle wahrscheinlich arbeiten bis wir ca. 70 Jahre alt sind. Das ist eine lange Zeit. Da lohnt es sich auch noch, sich mit 40 Jahren umzuentscheiden und die nächsten 30 Jahre noch „Das Richtige“ zu machen.

Um das zu finden, hilft es, den eigenen Horizont zu erweitern. „Weltanschauung kommt von Weltanschauung – Du kannst Dir erst ein Urteil bilden, wenn Du es selbst gesehen oder erlebst hast. „

Dem habe ich nichts mehr hinzuzufügen. Wenn Du nun herausfinden möchtest, was zu Dir passt und über Deine Zukunftsoptionen sprechen möchtest, dann schreib mir unter hallo(at)coachsonja.de.

Vielen Dank! 🙂 Ahoi, Sonja

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